„Es gilt Eigentum zu demokratisieren“ – Interview mit Markus Koza (AUGE/UG)

Markus Koza

Ofenschlosser, Ökonom, grüner Gewerkschafter, Linker – und bald Nationalratsabgeordneter: Markus Koza ist eine eher ungewöhnliche Personalie im grünen Alllerlei. Er sticht heraus. Grund genug, sich mit ihm zu unterhalten. Schließlich ist es ein ausführliches Gespräch zu den Themen grüne Gewerkschaftspolitik, Klassenkampf von oben und von unten, Sozialpartnerschaft und Verteilungskämpfe geworden. Darin kündigt er an: „Ich werde mich etwa bei einem allfälligen Einzug in den Nationalrat aus dem ÖGB-Vorstand und Bundesvorstand zurückziehen.“ Auch macht er die politischen Unterschiede zur Linie der SPÖ-nahen GewerkschafterInnen sichtbar. Das Gespräch führte Sebastian Reinfeldt.

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„Die Gewerkschaft vertritt meine Interessen nicht!“

Kämpfe um bessere Arbeitsbedingungen? Dafür ist die GPA-DjP offenbar nicht zuständig.
2016 kam es in der der Erwachsenenbildungsbranche zu heftigen Konflikten. In einigen Instituten haben Beschäftigte – auch öffentlich – die Arbeitsbedingungen besonders im Bereich der Deutschkurse kritisiert. Und damit Verbesserungen im Kleinen und im Großen erreicht, etwa zwei Stunden mehr Vor- und Nachbereitungszeit. In den meisten Instituten zumindest. Wer jetzt 30 Stunden in der Woche Deutsch im AMS-Bereich unterrichtet, hat in einigen Wiener Instituten vier bezahlte Stunden zum Vor- und Nachbereiten des Unterrichts.
Und die zuständige Gewerkschaft? Sie gewährt zwar juristischen Rechtsschutz vor Arbeitsgerichten, falls nötig. Wenn es im Betrieb aber hart auf hart kommt, gibt es keine politische Unterstützung. Denn dafür sieht sie sich nicht zuständig. Eine Betroffene hat deshalb der Gewerkschaft GPA-djp bereits den Rücken gekehrt. Unglaublich, aber wahr. Sebastian Reinfeldt und Markus Hauni berichten.

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