Über linken Antisemitismus, rechte Stahlkugeln und die freie Rede

Ein Interview mit Marcus Grimas, einem der Organisatoren von #Nuitdebout in Wien

Vor knapp zwei Wochen fand in Wien eine Versammlung unter freiem Himmel statt: #Nuitdebout in Wien. Es sollte ein Sonntagnachmittag werden, wo Menschen nicht nur frei öffentlich sprechen können, sondern sich auch auf neue Weise politisch organisieren. Ohne AnführerInnen, ohne Hierarchie. Getreu dem französischen Vorbild.
Doch es kam anders, denn diese Veranstaltung kam ins Gerede, weil – angestoßen durch einen Text auf Semiosis und einen weiteren des Journalisten Michael Bonvalot – Vorwürfe laut wurden, dass dieser Freiraum für antisemitische Reden genutzt wurde.
Ich habe mit einem der Organisatoren von #Nuitdebout in Wien gesprochen. Übrigens machte er sich direkt nach unserem Gespräch auf den Weg zum Presidential rave für van der Bellen, bei dem er beim Abbau mitgeholfen hat, zum Beispiel, indem er ab 22 Uhr den Müll mit zusammen geräumt hat – 2300 Müllsäcke voll. [SR]

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