Café Semiosis zu griechischen Asyl-Hotspots

Mit der Reihe Café Semiosis startet der Semiosisblog ein neues Format: Über wichtige Themen nicht nur schreiben, sondern ausführlich darüber reden. Damit wollen wir uns von der post-modernen Form der politischen Gladiatorenkämpfe vor laufenden Kameras absetzen. Start dieser Gespräche ist am Dienstag, 15. Juni, um 18 Uhr mit Nicola Werdenigg. Thema: Griechische Asyl-Hotspots. Nicola Werdenigg war zusammen mit Stephanie Krisper und der Journalistin Barbara Piontek vor wenigen Tagen auf einer Fact-Finding Mission vor Ort. Im Café Semiosis berichtet sie.

Wir haben das Gespräch aufgezeichnet und auf Youtube gestellt. (Link siehe unten)

Jetzt zum Nachsehen.


Eine österreichische Schande

Was auf den griechischen Inseln passiert, ist auch eine österreichische Schande. Traumatisierten wird in den Lagern allenfalls nur symbolisch geholfen. Gerettet werden sie nicht.

Diese Aussage findet sich nicht in einem linksradikalen Blog. Sondern in einem Kommentar von Johannes Huber in den Voralberger Nachrichten. Die österreichische Asylpolitik ist in erster Linie von innenpolitischen und wahltaktischen Überlegungen geprägt. Nur: Was im gar nicht so fernen Griechenland passiert, kann uns nicht egal sein. Aus moralischen Gründen, ja. Aber auch aus handfesten politischen Gründen. Denn wir leben in einem Europa, in dem unser Handeln (und das Nicht-Handeln) irgendwann Folgen haben wird. Eine reine Politik der Migrationsblockade ist keine wirkliche politische Option.

Zu Person Nicola Werdenigg

Nicola Werdenigg wird berichten, was sie vor Ort gesehen und gehört hat. Die ehemalige Skirennläuferin hat im November 2017 Machtmissbrauch im Sport, und hier besonders beim ÖSV, öffentlich gemacht. Damit hat sie eine längst überfällige Debatte über sexuelle Gewalt im Sport losgetreten. Seit langem ist sie politisch engagiert.


Aufgrund der Pandemie findet das erste Café Semiosis online statt. Wenn wir dann alle geimpft sind und öffentliche Veranstaltungen sicher sind, wollen wir das auch Offline anbieten.


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Das Titelfoto zum Beitrag stammt von Nicola Werdenigg.

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