Statt problematischer Beratung: 950 Dienstposten im KAV?

Der Rohbericht des Rechnungshofes (RH) enthält Zahlen über den Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV), die für öffentliche Diskussionen sorgen: Nicht nur, dass die Gagen der Vorstände weit über dem Branchenschnitt liegen. Darüberhinaus sind die die Ausgaben für externe Beratung äußerst üppig. Vorsichtig formuliert, denn sie sind tatsächlich exponentiell angewachsen.
Von 2012 bis 2015 stiegen die Kosten um 197 Prozent an, so der Rechnungshof in seinem Rohbericht. Es wurden mehr als 48 Millionen Euro für Beraterinnen und Berater ausgegeben. Doch: Cui bono? Mit welchem Nutzen, für wen? In Zusammenarbeit mit der unabhängigen Gewerkschaft KiV/UG haben wir eine Modellrechnung erstellt. Für diese 48 Millionen Euro, ausgegeben für fast nix, hätten 950 Dienstposten finanziert werden können – das sind 240 pro Jahr. Dem Personalmangel im Wiener Gesundheitswesen hätte so wirkungsvoll begegnet werden können. Eine Modellrechnung und ihr politischer Hintergrund, von Sebastian Reinfeldt.

Weiterlesen