Ein Fisch beginnt am Kopf zu stinken (Teil eins)

Diese Recherche kommt wie ein ausgedachter Krimi daher. Ein Netzwerk aus Sektionsleitern, Politikern und nahestehenden Geschäftsleuten verschiebt auf organisierte Art und Weise Vermögenswerte. Die Hüllen dieser Aktivitäten bilden zwei Fonds: der Österreichische Integrationsfonds und der Stadterweiterungsfonds. Unser Redakteur Tano Bojankin (Herzlich willkommen!) erzählt in drei Teilen, wie diese Operation abgelaufen ist. Dabei stützt er sich auf öffentlich einsehbare Dokumente, parlamentarische Anfragen, Sachverhaltsdarstellungen und Medienberichte. Denn diese Geschichte ist keine Fiktion.
Jeder der Schritte, bei denen mutmaßlich Millionengewinne lukriert worden sind, lässt sich belegen. Dennoch gilt, wie heutzutage oft angemerkt, auch hier die Unschuldsvermutung. Die gerichtliche Aufarbeitung der Transaktionen steht nämlich noch aus.
In diesem ersten Teil der Recherche – Zwei Fonds, eine Strategie – wird eine Art Parallelaktion nachgezeichnet: Immobilien aus zwei staatsnahen Fonds werden zu günstigsten Konditionen verkauft. Im zweiten Teil – Die Spur des Geldes führt auf die Treppen des Petersdoms – lernen wir, wohin einige der Gelder geflossen sind, die dabei lukriert werden konnten. Und im dritten Teil – Das System Pilnacek – schließlich geht es darum, wie aus dem Inneren des Justizministeriums einiges unternommen wurde, um die Aufklärung zu erschweren und zu verzögern.

Insgesamt handelt es sich dabei um einen veritablen Skandal, der bis in die Spitzen der politischen Beamtenschaft reicht. Daher stinkt der Fisch am Kopf.

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