Anleitung zur antisemitischen Revolution

Wie in einer Nussschale enthält der Vortrag der als „Revolutionsikone“ angekündigten Leila Khaled, den sie am 15.4. 2016 in Wien gehalten hat, eine erschreckende Mischung aus Freiheitskampfrhetorik und offenem, unverholenen Antisemitismus. Von der Figur der „Kindermörder Israel“ über den angeblichen „Holocaust in der Westbank“ bis zur „internationalen Verschwörung“ hat die Rednerin kein Stereotyp ausgelassen. Mit links im Sinne von emanzipatorisch hat dieser Diskurs allerdings gar nichts zu tun.

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Eine Revolutionsikone … Aber für welche Art von Revolution?

Die Selbstmordattentate sind nur eines vieler Kampfmittel, genau wie es die Steine einst waren. Die Besatzung, die Demütigungen und die Ungerechtigkeit verringern den Unterschied zwischen Leben und Tod. Hier findet der Mensch in einem Tod, der dem Feind Verluste zufügt, ein Leben für die anderen.“ Ein Leben für die anderen opfern. Dem Feind Verluste zufügen. Das ist die Logik der so genannten „Revolutionsikone“ Leila Khaled, einer palästinensischen Flugzeugentführerin, die kommende Woche (am 15.4.) in Wien erwartet wird. Aber Khaled rechtfertigt nicht nur Selbstmordattentate. Sie hat 1969 und 1970 selber Flugzeuge entführt. Und sie ist eine Linke. Eine Recherche von Sebastian Reinfeldt.


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