Hygiene Austria: Das System war von Anfang an auf Lohndumping ausgerichtet

Nach einer zweiten Razzia im September 2021 in den Räumen des Maskenherstellers Hygiene Austria, der Eigentümerfirma Palmers, der Ex-Mitinhaberfirma Lenzing und in den Privaträumen stehen schwere Vorwürfe über hinterzogene Zollabgaben der Hygiene Austria im Raum. Der Preis der aus China importierten Masken sei nicht korrekt angegeben worden. Der österreichische Maskenhersteller kommt also nicht aus den … Weiterlesen

Ausbeutung im Warenlager: Unter keinen Umständen drüber sprechen

In Zeiten des Internethandels florieren die Logistikunternehmen. Aber: Welche Menschen sind für die korrekte Abwicklung unserer Bestellungen in den Warenlagern eigentlich zuständig? Asylberechtigte und Frauen aus Osteuropa. Und unter welchen Bedingungen arbeiten diejenigen, die dort unsere Pakete betreuen?

In jeder Branche gibt es schwarze Schafe. So auch in der Logistik. Mit dieser Grundannahme haben wir im Sommer 2019 unsere Nachforschungen zu einem Subunternehmen aus dieser Branche begonnen. Es verlieh Leiharbeiter an eine marktführende Spedition und an einen weltweit führenden Waschmittelhersteller. Wir hatten von mehreren Quellen Hinweise auf ausbeuterische Arbeitsbedingungen in den Lagerhallen beider Betrieben erhalten.

Nach und nach wurde unsere Recherche umfangreicher. Aus dem einen Subunternehmen, das verliehen hat, wurden bald deren drei, die bis heute Menschen fürs Verpacken und Verräumen verleihen. Hinter einer Fassade aus formal korrekten, legalen Arbeitsverhältnissen verbirgt sich ein perfides System der Ausbeutung von Menschen, die sich nicht wehren können. Eine Recherche von Katharina Rohrauer und Sebastian Reinfeldt. (Erstveröffentlichung am 16. Februar 2020; Aktualisierung am 17.Mai 2020)


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