BASG: Das österreichische Nachtwächteramt

Im Juni vergangenen Jahres setzte die Firma Philips eine Sicherheitswarnung für eine Reihe von Beatmungsgeräten ab. In ihnen löst sich ein Dämmschaum auf. Feine Teilchen davon können in die Lunge gelangen. Im August 2021 beginnt die US-Food and Drug Administration (FDA) am Firmensitz von Philips Respironics Inc. in Murrysville bei Pittsburgh zu ermitteln. Die Ergebnisse der Untersuchung sind niederschmetternd. Das Problem war dort nämlich schon länger bekannt. In Österreich sind geschätzte 35.000 Personen von dem gravierenden Mangel betroffen. Ein Mangel, der schwere gesundheitliche Schäden bewirken könnte. Und was passiert von Amts wegen? Am 29. Juni 2021 versteckt das zuständige Bundesamt für die Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) eine Sicherheitswarnung auf seiner Homepage. Menüpunkt: Markbeobachtung, Unterpunkt: amtliche Nachrichten, dort derzeit auf Seite acht. Eine Information der Öffentlichkeit bleibt aus. Außer sich auf europäischer Ebene abzusprechen, unternehmen sie nichts. Die Betroffenen können nur hoffen, dass sie auf vernünftigen ärztlichen Rat zurückgreifen können.

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