Corona-Leugner: Für die meisten ist Corona nur der Rahmen, in dem sich ihre Wut artikuliert

40.000 Menschen, die vergangenes Wochenende gegen die Impfpflicht und gegen Corona-Maßnahmen durch die Wiener Straßen zogen, sind eine politische Aussage gegen die herrschende Politik. Wie ist diese Bewegung einzuordnen? Was ist ihr ideologischer Hintergrund? Welche Personen und politischen Strömungen machen da mit?

Dazu haben wir einen Experten befragt: Werner Reisinger schildert die Geschichte der Bewegung, charakterisiert die Protagonist*innen und geht ins Detail der ideologischen Zusammenhänge. Reisinger ist nicht nur Österreich-Korrespondent der deutschen Tageszeitung Augsburger Allgemeine in Wien, sondern er beschäftigt sich auch wissenschaftlich mit dem (rechts-) esoterischen und verschwörungsideologischen Milieu.


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Schwurbel-Propaganda in und vor Schulen?

Dass die Impfrate in Österreich so niedrig ist, hat Gründe. Neben dem Versagen der Regierung im Sommer dieses Jahres leisten auch dubiose zivilgesellschaftliche Initiativen ihren Beitrag. Eine davon ist die Plattform Respekt. Sie macht Öffentlichkeitsarbeit, produziert Videos, bewirbt Schwurbler-Konferenzen und verteilt Flyer vor Volksschulen in Wien. Ihr Inhalt: Vordergründig geht es um Kinderrechte. Diese legen die Herausgeber*innen allerdings so aus, dass sie meinen, Masken für Kinder und Jugendliche widersprächen diesen. In dem Flyer wendet sich die Plattform ebenso vehement gegen einen, wie sie es nennen, direkten oder indirekten Impfzwang für Kinder und Jugendliche. Wer steckt hinter dieser Plattform? Welche Argumentationsmuster verwenden sie? Diese Fragen wollen wir beantworten.


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