Die Big Verarsche am Wolfgangsee

Es war ja zu erwarten: Das Virus ist nicht auf Urlaub. Auch in Österreich nicht. Daher wird es zu zeitlichen oder räumlichen Häufungen von Erkrankungen in Urlaubsgebieten kommen. Also zu Clustern. Im Urlaubsbullshit-Bingo hat es die Region rund um den Wolfgangsee erwischt. Was wir – mit der Erfahrung von Ischgl im Hinterkopf – uns gewünscht hätten: Offene und transparente Information und nachvollziehbares Handeln der Behörden. Was wir bekommen haben: Anfängliches Leugnen, dann hektisches Testen und ein Wirrwarr aus Zahlen und Zuständigkeiten. Warum etwa sind die kostenlosen Testmöglichkeiten vor Ort erst wenig bekannt gemacht und dann nach zwei Tagen wieder eingestellt worden? Sebastian Reinfeldt hat das Behörden-Wirrwarr der vergangenen Tage entwirrt. Dabei ist er auf eine Reihe von Merkwürdigkeiten gestoßen.

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COVID-19 am Wolfgangsee: Auch sechs Urlaubsgäste sind betroffen (Update 28.7.)

Zuerst waren es nur zwei Hotel-Praktikant*innen am Wolfgangsee. Mittlerweile sind 62 Personen positiv getestet. Insgesamt sind am Wochenende 1.183 Tests durchgeführt worden. Davon sind nun fast alle ausgewertet worden, berichtet der Pressesprecher der oberösterreichischen Landesregierung auf Twitter. Die Betroffenen arbeiteteten in 18 Tourismusbetrieben. Nicht nur in Hotels, Bars und Restaurants und in einem Geschäft in St. Wolfgang – auch drei Orte im Bundesland Salzburg werden im Cluster St. Wolfgang genannt. Entgegen erster Meldungen sind aber nicht nur Tourismusmitarbeiter*innen betroffen. Auf Twitter nannte der Pressesprecher sechs infizierte Feriengäste von Lokalen. Unklar ist, warum erkrankte Gäste zuerst nicht mitgezählt wurden. Eine Recherche von Sebastian Reinfeldt. [Aktualisierung am 27.Juli um 13:30 Uhr und am 28.Juli um 11:30]


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Ischgl am Wörthersee?

Wir machen Urlaub in Österreich. So lautet die Devise der Bundesregierung. Denn der ist sicher. Das Virus komme vom West-Balkan, daher erschwert die österreichische Bundesregierung die Einreise von dort. Schau auf dich, schau auf mich. So ähnlich tönt es derzeit aus den Radios und Fernsehapparaten. Doch ist der Urlaub in der Heimat wirklich sicher? Sebastian Reinfeldt hat sich an einen Urlaubs-Hotspot begeben: nach Velden an den Wörthersee. Der Ort ist in vielerlei Hinsicht mit Ischgl vergleichbar, denn er ist eng, lebt fast ausschließlich vom Tourismus und ist für seine Partynächte bekannt. Und das nicht nur beim Jet-Set. Eine Reportage.


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Maskenpflicht in Vorarlberger Bussen: Die Regierung hat gesagt, Corona ist vorbei

Seit zwei Wochen kommt es verstärkt zu Vorfällen wegen der Maskenpflicht in Vorarlberger Öffis. Fahrgäste weigern sich, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und reagieren verbal äußerst aggressiv, wenn sie darauf angesprochen werden. Sebastian Reinfeldt dokumentiert einen solchen Fall und hat mit den Verantwortlichen darüber gesprochen.

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Wired, oder: Wen man so bei der österreichisch-russischen Freundschaft treffen kann

Der Wirecard-Skandal ist nun auch in Östereich angekommen. Wie die Presse (Flüchtiger Wirecard-Manager war geheimer FPÖ-Informant) und die Financial Times (From payments to armaments: the double life of Wirecard’s Jan Marsalek) berichten, hat sich der flüchtige österreichische Wirecard-Manager im Netzwerk der Österreichisch-Russischen Freundschaftsgesellschaft bedient. Zum einen fütterte Marsalek Personen aus dem Russland-Netzwerk mit brisanten Informationen. Zum anderen hat Marsalek offenbar versucht, über das Russland-Netzwerk Unterstützung für einen dubiosen Libyen-Plan zu bekommen. Klingt wie ein erdachter Geheimdienst-Krimi von John le Carré. Scheint aber Realität zu sein. Was insofern nicht verwundert, da in dieser Freundschaftsgesellschaft schon seit langem seltsame Dinge vor sich gingen. Aus diesem Grund stellen wir drei Recherchen von Sebastian Reinfeldt aus 2019 (kurz vor Ibiza erschienen) nochmals vor. Ach ja, natürlich gilt die Unschuldsvermutung (außer bei Ernst Strasser, der wurde ja verurteilt)

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