Covid-19 in Ischgl: Erkrankungen im Ort bereits Anfang März

In einem aktuellen Beitrag für die Wiener Klinische Wochenschrift haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AGES nun die Infektionen im Tiroler Winterschiort Ischgl wissenschaftlich aufgerabeitet. Sie stellen eindeutig fest, dass der deutsche Barkeeper mit norwegisch klingendem Namen nicht der erste COVID-19 Fall im Ort gewesen ist. In ihrem Beitrag zeichnen sie das Bild eines vehementen Ausbruchs von Infektionen in Ischgl Anfang März nach. Obwohl die Betroffenen ihre Symptome berichtet haben, hatte dies zuerst keine Konsequenzen. Sebastian Reinfeldt fasst die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammen.


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Die österreichisch-belarusischen Freunde autoritärer Politik

Was ist eigentlich der Sinn von Freundschaftsgesellschaften von Österreich mit irgendeinem Land? Geht es da wirklich nur um Völkerverständigung und Kulturaustausch? Nein. Im Falle der österreichisch-russischen Freundschaftsgesellschaft etwa handelt es sich um ein Netzwerk der Macht (von der ÖMV über die STRABAG bis hin zur SPÖ) mit einer politischen Affinität zu Russland unter der Führung Wladimir Putins. Die österreichisch-weissrussische Gesellschaft (ohne Freundschaft übrigens) kam jüngst ins Gerede, weil ihr damaliges Vorstandsmitglied und SPÖ-Politiker David Stockinger im staatlichen Fernsehen von Belarus aufgetreten ist, um Lukaschenko die Stange zu halten. Kurze Zeit später legte der SPÖ-nahe Politologe David Kainrath aus dem Vorstand der Gesellschaft in eben jenem Kanal nach. Das ist kein Zufall, hat Sebastian Reinfeldt recherchiert. Die Gesellschaft präsentiert sich nämlich als verlängerter Arm des Lukaschenko-Regimes. Zu keinem Zeitpunkt kam dort die Opposition zu Wort.


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Hallo, hier spricht Peter L. Eppinger …

Wer in Wien wohnt, könnte dieser Tage einen Anruf bekommen. Am anderen Ende der Leitung spricht die ÖVP Wien (die „neue Volkspartei Wien“) und bietet Unterstützung bei der Briefwahl an. Sie sagen nicht nur, wie dies technisch geht, sondern auch, wen man dabei ankreuzen soll. Dubios ist, woher sie die Telefonnummern haben, die sie im Rahmen der Aktion anrufen. Fix ist jedenfalls: Die Ausgangsnummer stammt nicht von der Neuen Volkspartei. Und auch nicht von der alten. Das hat Sebastian Reinfeldt recherchiert.


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Ibiza-Video: Der macht eine ganz gute Arbeit, der Herr Julian H. !

Titelbilder Spiegel Krone SZ

Der Antrag wird abgewiesen. Wer am Montagnachmittag die Verhandlung im Raum 306 am Wiener Straflandesgericht verfolgt hat, konnte von diesem Urteil der Richterin Nicole Baczak kaum überrascht sein. Verhandelt wurde „nur“ ein Medienverfahren. Es klagte Philip S. gegen die Recherche-Plattform Fass ohne Boden. Von dieser wollte er eine Entschädigung gemäß §§ 6ff MedienG in der Höhe von 8.720 Euro plus Verfahrens- und Anwaltskosten erstreiten. Die Plattform hatte in einem Artikel behauptet, dass Philip S. „kriminell“ sei und zum „Ibiza-Netzwerk“ gehöre. Dafür traten sie mittels Dokumenten und Zeugenaussagen auch einen Wahrheitsbeweis an. Erfolgreich. Denn für diese Bezeichnungen gebe es ausreichend Gründe, wie die Richterin gestern befand. Was da aber im Verlauf der Verhandlung ans Tageslicht kam, gewährte einen spannenden Einblick hinter die Kulissen des Ibiza-Videos und seiner Macher*innen. Eine Reportage von Sebastian Reinfeldt.


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